Die Mühle des Hochbronner Hofes betrieben die Bewohner nur für den Eigenbedarf des Hofes. Die Mühle war also keine Kundenmühle. Der Aufwand für das hofeigene Mahlen war groß, lohnte sich aber. Es bedurfte zwar einer eigenen zuverlässigen Wasserzufuhr sowie der komplexen Mühlentechnik. Mit den Hausmühlen allerdings waren die Waldbauern unabhängig vom Mühlenzwang eines Grundherrn.

Im Innern der Mühle finden sich zwei große Mahlsteine. Der untere feststehende Stein nennt sich Bodenstein, der obere umlaufende heißt Läuferstein. Ihn treibt die Wasserkraft über eine komplizierte Zahnradtechnik an. Das in dem Mühlentrichter aufgeschüttete Getreide fällt kontrolliert zwischen die beiden Steine und wird hier zu Mehl.

Foto: Vollständige Innenansicht einer alten Mühle mit Mühlstein, hölzernem Mahlwerk und Siebvorrichtung. Eine Treppe führt zu einer höher gelegenen Plattform.
Von oben nach unten: Mahltrichter – die beiden Mühlsteine – Mehlkasten mit Ausklopfsieb – Kleiekotzer – Trog für grobes Mehl

In der Mühle gibt es eine zusätzliche Nutzung der Wasserkraft, zu sehen im hinteren Bereich auf der linken Seite. Es werden zwei Balken nacheinander senkrecht angehoben, um dann in die Mulden eines Steintroges zu fallen. Mit Hilfe dieser Stampfe ließen sich Gerste enthülsen oder Hanfstengel brechen.

Besonderes

Erfahren Sie im Hingucker mehr über die Hausmühle Peterszell.
Die Mühle wird täglich um 11 Uhr und um 15 Uhr vorgeführt.

Fernglas

Hingucker: Hausmühle

Foto: Detailansicht der hölzernen Mechanik einer historischen Mühle mit massiven Stampfwerken über einer Öffnung im Boden. Die gesamte Szenerie ist mit Mehlschicht bedeckt, Spinnweben hängen zwischen den Balken.
Die Stampfen im hinteren Mühlenbereich
Foto: Außenansicht einer kleinen Mühle mit Schindeldach und Holzverkleidung, eingebettet in herbstliche Landschaft. Neben dem Eingang lehnt ein runder Mühlstein, Büsche wachsen bis an die Hauswand.
Die Transmissionsleitung, die aus dem Dach der Mühle hoch in den Haldenhof führt

Infos

Herkunft

Hochbronner Hof bei Peterzell/St. Georgen, Schwarzwald-Baar-Kreis

Bau

erbaut: Ende 18. Jahrhundert
abgebaut: 1984
aufgebaut: 1985–1988

Darstellungszeit

19./20. Jahrhundert