{"id":1054,"date":"2024-11-06T10:00:25","date_gmt":"2024-11-06T10:00:25","guid":{"rendered":"http:\/\/dorfplatz.zeitmaschinchen.de\/?post_type=haus-kapitel&#038;p=1054"},"modified":"2024-12-17T14:31:24","modified_gmt":"2024-12-17T14:31:24","slug":"raumbeschreibung-haus-biehle","status":"publish","type":"haus-kapitel","link":"https:\/\/zeitmaschinchen.de\/dorfplatz\/haus-kapitel\/raumbeschreibung-haus-biehle\/","title":{"rendered":"Raum&shy;be&shy;schreibung"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hausgang<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der Hausgang, der typische Hausflur, f\u00fchrt von der Eingangst\u00fcre ins Hausinnere und endet an der Treppe ins 1. Obergeschoss. Links geht es in den Stall, durch die erste T\u00fcre rechts in die Stube und durch die zweite T\u00fcre rechts in die K\u00fcche.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Stube<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>In der Stube,dem gemeinsamen Wohnraum f\u00fcr alle Hofbewohner, finden wir alles, was f\u00fcr die Zeit um 1920 gebr\u00e4uchlich war. Zentral ist der Kachelofen, die einzige Heizung im Bauernhaus. Am Stubentisch versammelten sich alle, um zu essen oder um einfach beisammenzusitzen. Auf einer erh\u00f6hten Plattform ist der Arbeitsplatz eines Schuhmachers eingerichtet. Die W\u00e4nde ziert jene Form von Wandschmuck, wie er f\u00fcr einen evangelischen Haushalt angemessenen empfunden wurde. Alles wird von einer elektrischen Lampe erleuchtet \u00ad\u00ad\u00ad\u2013 hoch modern f\u00fcr die Zeit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kammer<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Direkt angrenzend an die Stube liegt die Schlafkammer. Zwei identische Betten, dicht an dicht gestellt, bilden das Ehebett. Der Kleiderschrank in der Kammer ist als Aussteuerschrank eingerichtet. In bester Ordnung pr\u00e4sentiert er die Art und die Menge an W\u00e4sche, die ein Bauernhausstand n\u00f6tig hatte. Dass aus der Schlafkammer ein enges Treppchen hinunter in einen Kartoffelkeller f\u00fchrt, ist f\u00fcr heutige Augen recht ungew\u00f6hnlich. Fr\u00fcher tat er schlicht gute Dienste, und das war die Hauptsache.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>K\u00fcche<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>K\u00fcche und Wohnstube ber\u00fchren sich \u2013 wie in jedem s\u00fcddeutschen Bauernhaus \u2013 in der Feuerwand. Durch die Feuerwand kann der Kachelofen der Stube von hinten her aus der K\u00fcche beheizt werden. Der Rauch zieht \u00fcber den Rauchfang der K\u00fcche durch deren Kamin ab. So bleibt die Stube rauchfrei. Der \u201eSparherd\u201c in der K\u00fcche schickt seinen Rauch ebenfalls auf diesem Weg ins Freie. Unter einem kleinen Fenster findet sich der weit verbreitete Terrazzo-Sch\u00fcttstein. Und unbedingt zu beachten: der Wasserhahn dar\u00fcber mit flie\u00dfendem kaltem Wasser!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Stall in der Hausmitte<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der Kuhstall in der Hausmitte, links neben dem Hauseingang gelegen, weist zwei Zug\u00e4nge auf. Einerseits gelangt man durch die linke T\u00fcre im Hausgang dorthin. Der mit Kalksteinen ausgemauerte Stallboden musste aber auch t\u00e4glich ausgemistet werden &#8211; dies geschah durch eine Stallt\u00fcre direkt zum Dorfplatz hin. In den Boden des Stalls ist eine mit Kaltsteinen eingefasste Rinne eingelassen, die alles Fl\u00fcssige ebenfalls in Richtung Misthaufen leitete.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Milchkammer<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>In der Hausmitte innen verbindet ein Raum als Durchgang den inneren Kuhstall mit der Scheune. Die Einrichtung dieses Raumes versammelt zum Thema \u201eMilchverarbeitung\u201c alles, was die Landtechnik im beginnenden 20. Jahrhundert zu bieten hatte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Scheune<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Durch die Milchkammerkommt man trockenen Fu\u00dfes in die Scheune. Der eigentliche und allt\u00e4gliche Zugang bildet aber das massive Scheunentor vom Dorfplatz her. Inder Scheune findet sich der Platz f\u00fcr einen gro\u00dfen Leiterwagen. Ein \u201eOberten-Loch\u201c f\u00fchrt bis unters Dach und schafft mittels eines Seilaufzuges die Gelegenheit, Heu, Stroh, Holz und was sonst noch eingelagert werden muss, in die hochgelegenen Staur\u00e4ume zu verfrachten. Und auch die Zeichen der Zeit, die landtechnischen Errungenschaften der Zeit um 1920, finden sich wieder: eine Dreschmaschine und Putzm\u00fchle, die ein Elektromotor \u00fcber eine Transmission in Gang setzte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kuhstall links<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Einen weiteren Kuhstall, links neben der Scheune, nannten die \u201eBiehle\u201c-Bewohner ihr Eigen. Er ist \u00fcber den H\u00fchnerstall mit dem Hausinneren verbunden. Auch dieser Kuhstall nutzt den direkten Weg zum Dorfplatz \u2013 und zum Misthaufen &#8211; mittels einer eigenen Stallt\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schweinestall<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Kein Bauernhaus ohne Schweinestall. Das Haus \u201eBiehle\u201c bieten diesen Nutztieren Platz in einem Anbau an der linken Giebelwand. Er ist heute im Freilichtmuseum um ein Auslaufgel\u00e4nde f\u00fcr zwei Schweine erweitert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>H\u00fchnerstall<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Hinter dem Haus, in Verl\u00e4ngerung zum linken Kuhstall, ist der H\u00fchnerstall gelegen. Das f\u00fcrs Bauernlaben elementare Gefl\u00fcgel bewohnt einen Stall im Haus, findet aber, daran im Anschluss, Auslauf im Freien, gut gesch\u00fctzt vor Raubtieren durch ein kleines Gehege aus Drahtgeflecht direkt am Haus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Obergeschoss<\/h2>\n\n\n\n<p>Die R\u00e4ume im Obergeschoss, zu erreichen \u00fcber die Treppe im Hausgang, bilden genau den Grundriss der unteren R\u00e4umlichkeiten ab. \u00dcber dem inneren Kuhstall lagen sogar zwei weitere Kammern. Heute im Freilichtmuseum werden diese R\u00e4ume f\u00fcr Wechselausstellungen genutzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein Blick von au\u00dfen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Werfen wir einen Blick von au\u00dfen von einem Standpunkt auf dem Dorfplatz auf das Haus \u201eBiehle\u201c, so sehen wir zwei markante Bauernhofeinrichtungen. Linker Hand liegt die gro\u00dfe Miste, die den St\u00e4llen und der Scheune vorgelagert ist. Davon rechts vor den Wohnr\u00e4umen macht sich der Bauerngarten breit \u2013 nur wenige Schritte von der Verwertungsst\u00e4tte seiner Produkte \u2013 der K\u00fcche \u2013 entfernt.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":1167,"template":"","categories":[15],"class_list":["post-1054","haus-kapitel","type-haus-kapitel","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-bauernhaus-biehle"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zeitmaschinchen.de\/dorfplatz\/wp-json\/wp\/v2\/haus-kapitel\/1054","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/zeitmaschinchen.de\/dorfplatz\/wp-json\/wp\/v2\/haus-kapitel"}],"about":[{"href":"https:\/\/zeitmaschinchen.de\/dorfplatz\/wp-json\/wp\/v2\/types\/haus-kapitel"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zeitmaschinchen.de\/dorfplatz\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1167"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zeitmaschinchen.de\/dorfplatz\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1054"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zeitmaschinchen.de\/dorfplatz\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1054"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}