Die vordere Seite des Bienenhauses, zum Tal hin blickend, gehört den Bienen. Die hintere Seite – mitsamt dem Innenraum – gehört dem Imker. Dazu braucht es ein ausgetüfteltes Konzept.

Ein Bienenhaus der vorliegenden Bauart entsteht vereinfacht ausgedrückt so: Mehrere viereckige Holz-„Bienenkörbe“ – „Beuten“ genannt –, die neben- und übereinander stehen, werden mit einer Holzkonstruktion umbaut. Holz bringt die Eigenschaft mit sich, dass sich das gesamte Gebäude im Frühjahr besser erwärmt. Möglich macht diese Bauweise überhaupt erst die Hinterbehandlungsbeute. Sie lässt es zu, dass die Imker von hinten auf die einzelnen Bienenstöcke und deren Inhalt zugreifen können.

Doch nicht nur das. Das Bienenhaus als Ganzes bietet so für alle Bienenarbeiten Schutz vor Wind und Wetter – und vor Flugbienen. Alles Werkzeug und Materialien können griffbereit gelagert werden. Nicht nur Zweckbau also, sondern auch Refugium der Ruhe und Romantik für die traditionell eigenwilligen Imker.

Foto: Ein Bienenhaus aus dunklem Holz steht auf einer kleinen Lichtung. Die Fassade ist mit mehreren Einflugklappen in bunten Farben bestückt.
Das Bienenhaus mit seinen bunten Beuten

In den 1970er-Jahren verlegte sich die Imkerei auf „Magazinbeuten“, die im Freien stehen und ortsunabhängig eingesetzt werden. Die Bienenhäuschen verschwanden.

Foto: Ein hölzernes Bienenhaus steht am Waldrand. Die dunkle Holzfassade ist mit mehreren kleinen, bunt bemalten Klappen versehen. Das Gebäude steht im Halbschatten unter Bäumen.
Hier können die Bienen ein- und ausfliegen
Foto: Nahaufnahme eines Bienenstocks. Das Foto zeigt eine offenstehende Klappe am Haus. Bienen fliegen ein und aus, manche Bienen sitzen im Inneren des Hauses oder auf der Klappe.
Reger Verkehr an einer der Beuten

Besonderes

Ob dieses Bienenhaus wohl noch bewohnt ist? Im Hingucker finden Sie mehr Infos dazu.

Hilfe

Hingucker: Bienenhaus

Infos

Herkunft

Aixheim/Aldingen, Landkreis Tuttlingen

Bau

erbaut: 1933
abgebaut: 1989
aufgebaut: 1989

Darstellungszeit

20. Jahrhundert