Waschen und Backen erforderte in der bäuerlichen Lebenswelt jedes Mal ein großes Feuer. Zwar gab es sowohl für das Waschen wie auch fürs Backen recht lange Rhythmen. Es vergingen oft einige Wochen, bis der Brotvorrat aufgebraucht war oder sich eine Gesamtwäsche aller Kleidung empfahl.

Jedoch lohnte es sich, die großen Feuer in einem eigenen Gebäude unterzubringen. Für das Wasch- und Backhaus wurde dann natürlich ein Standort gewählt, der garantierte, dass im Normalbetrieb oder gar im Brandfall dem Haupthof nichts passierte.

Foto: Kleines, einfaches Waschhaus aus Holz mit steilem Dach, umgeben von Bäumen und Gebüsch.
Das Wasch- und Backhaus feuersicher hinter dem Haupthof gelegen

Die Rückseite, die den Backofen beherbergt, ist massiv aus Sandstein gemauert. Der vordere Bereich besteht aus Holz. Wie beim Haldenhof gibt es keinen Kamin.

Foto: Innenraum eines historischen Waschhauses mit gemauertem Ofen in der Rückwand. Rundherum stehen alte Gerätschaften zum Waschen. Aufgeschichtetes Brennholz liegt an der Wand.
Backofen und Rauchhurde im Innern des Wasch- und Backhauses

Besonderes

Das kleine Häuschen hat keinen Schornstein. Wie der Rauch dennoch abziehen konnte, erfahren Sie im Hingucker.

Fernglas

Hingucker: Wasch- und Backhaus

Infos

Herkunft

Vorderer Christhof, Sommerau/St. Georgen, Schwarzwald-Baar-Kreis

Bau

erbaut: 1800
abgebaut: 1991
aufgebaut: 1991-1993

Darstellungszeit

19. Jahrhundert